Schloss Ludwigslust
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Unmittelbar hinter dem alten Jagdschloss errichtete J.J. Busch das neue Residenzschloss der mecklenburgischen Herzöge. Der Bauherr, der den Ruf eines naturwissenschaftlich gebildeten Regenten genoß, nahm selbst regen Einfluß auf das Baugeschehen und entwarf u.a. das Figurenprogramm der Attikaf. Unter den im Barock üblichen Personifikationen der Künste und Wissenschaft sind auch einzigartige Allegorien zu finden.
Bald nach Fertigstellung des Schlosses bezog der Herzog das neue Domizil und ließ das alte Jagdschloss abtragen. Im Mitteltrakt des Schlosses erstreckt sich der Goldene Saal über zwei Stockwerke. Große Fenster, Spiegel, und Kristallüster lassen den Festsaal in höfischen Glanz erstrahlen. Die vergoldeten Dekorationen, die Wände, Decken und Türen verzieren, sind Produkte der hezoglichen Carton - Fabrik zu Ludwigslust.
Das Schloss war bis 1945 Wohnschloss des letzten Mecklenburgischen Großherzoges Friedrich Franz IV. Heute ist es Bestandteil des Staatlichen Museum Schwerin - Kunstsammlungen, Schlösser und Gärten.
historischer Stadtkern
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Ludwigslust erfuhr als Residenzstadt der mecklenburgischen Herzöge eine planmäßige Gestaltung des Stadtkerns, der vollkommen auf die Bedürfnisse der Herzöge ausgerichtet war. Heute gilt Ludwigslust als städtebauliches Kunstwerk und am besten erhaltene spätbarocke Stadtanlage im Norden Deutschlands.
Besonders Sehenswert ist die großzügige Schlossstraße mit ihren roten Backsteinbauten und selbstverständlich das Schloss und der Park.
Schlosspark Ludwigslust
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Unter Einbeziehung der barocken Elemente wurde der Schlossgarten Mitte des 19. Jahrhunderts durch den Gartengestalter P.J. Lenné im landschaftlichen Stil erweitert. In ausgedehnten Spaziergängen durch den größten Park Mecklenburgs trifft man auf die neugotische St.-Helena-Kirche und die romantische Grotte, das Schweizerhaus, das Louisen- und das Helenen-Paulownen-Mausoleum.
Dank seiner dendrologischen Besonderheiten, Parkarchitektur und Wasserspiele gilt der Schlosspark Ludwigslust als einer der schönsten im Norden Deutschlands.
Stadtkirche in Ludwigslust
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Wenn man die tempelartige Kirche erblickt, die in seltsamer Abgeschlossenheit zu schweben scheint, so wird das immer ein großer, weil in dieser Eigenart unvermuteter Eindruck sein. (Detmann, 1926) Kirche und Schloss sind die Monumentalbauten, die der aus Schwerin gebürtige Baumeister Johann Joachim Busch ausgeführt hat. Im Streben nach monumentaler Wirkung ist die Fassade stark klassizistisch gewollt, aber dem Barock noch nahestehend. Die Wahl des antiken Tempelschemas und der ruhigen Gesamtaufbau sichert dem Bau die schon von den Zeitgenossen gerühmte klassische Note.
Die Kirche trägt als Wahrzeichen zwei griechische Buchstaben des Namens Christi: Chi und Rho. Die streng Tempelfront wird aufgelockert durch die schlanken Säulen mit dem großen Abstand und der ursprünglich weißen Rückwand sowie durch die vier überlebensgroßen Evangelistenfiguren, die der hochtalentierte Bildhauer Johann Eckstein aus Sandstein gearbeitet hat. Eine gewisse Berühmtheit hat die in einem dreieckigen Giebelfeld liegende Inschrift erlangt, sie legt Zeugnis und Bekenntnis des Stifters ab.
Im Inneren der Kirche fällt der Blick auf ein Riesengemälde, das die Verkündung der Geburt Christi an die Hirten auf dem Felde zu Bethlehem darstellt. Johann Findorff (1722 - 1772) malte nur den oberen Teil des Gemäldes, Johann Heinrich Suhrland vollendete es nach 30 Jahren.
Der Altarraum liegt zehn Stufen erhöht, zu dem auf beiden Seiten breitgeschwungene Treppen hinaufführen. Den Altar zieren neben dem Kruzifix sechs vergoldete große Leuchter, die noch aus der früheren Ludwigsluster Pappmaché - Fabrik stammen. In der Mitte vor dem Altar ist die Kanzel angebracht. Der Innenraum wiederholt in derselben Achse die Anordnung von Thron und Altar wie Schloss und Kirche. Hinter dem Riesengemälde, über zwei Etagen verteilt, befindet sich die Orgel (Friese).
Inmitten der Kirche ruht unter einem Granitblock Herzog Friedrich der Fromme, der Stifter der Kirche. Die kunstvoll aus Sandstein gearbeitete Gedenktafel für einen Ritter von Klenow und seine Frau, geb. Bassewitz, stammt aus der alten Kirche des Dorfes Klenow. Zwei Symbole des Klenowschen Wappens: Rosen und Adlerklaue wurden in das Ludwigsluster Stadtwappen übernommen.
Quelle: Broschüre "Willkommen in Ludwigslust"






