Geschichte der Stadt



Ludwigslust entstand aus einer fürstlichen Laune heraus. Aus Liebe zur Jagd wählte der Herzog dieses Fleckchen Erde zu seinem bevorzugten Aufenthaltsort. Und erst nachdem die wesentlichen herrschaftlichen Gebäude errichtet waren, entstand nach und nach die Stadtanlage.

Es gab in unserer Stadt immer wieder Phasen einer regen Bautätigkeit. Straße für Straße, Haus für Haus wurde die Stadt nach gut durchdachten Plänen gebaut, bis sie ihr heutiges Gesicht erhielt.

Doch nicht nur die bauliche Entwicklung der Stadt ist interessant. Viele historische Ereignisse trugen dazu bei, dass sich aus dem kleinen verschlafenen Ort Klenow eine lebendige Kreisstadt entwickelte.

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historische Ereignisse in Stichworten

1399

Urkundliche Ersterwähnung Klewnows

1616

Herren von Klenow verkaufen ihr Gut an den Landesherren

1731 - 1735

Bau eines kleinen Jagdschlosses im Dorf Klenow

1724

Beginn des Baus eines einstöckigen Jagdhauses unter Prinz Christian Ludwig 1754 Klenow erhält den Namen "Ludwigs - Lust"

1756 - 1760

Kanalbau, ca. 28 km lang, verbindet die Flüsse Stör und Rögnitz

1756

Beginn der Übersiedlung des Hofes nach Ludwigslust

1765

Endgültige Verlegung der Residenz nach Ludwigslust

1765 - 1770

Nach entwürfen des Baumeisters J.J. Busch Errichtung der Schloßkirche

1772 - 1776

Bau des Schloss nach Plänen von J.J. Busch; Baustil: Spätbarock - Übergang zum Klassizismus

1784

Ein kleines Korps Husaren kam nach Ludwigslust

1785

Tod des Herzogs Friedrich, Übernahme der Regierung durch seinen Neffen Herzog Friedrich Franz I. 1788 Bau der künstlichen Ruine im Park (J.J. Busch)

1793

Marktfleckengerechtigkeit: Gestattete die Ansiedlung kleinerer Handwerksbetriebe und umfasste das Recht, Handel zu treiben. Bis dahin erfolgte die Versorgung des Ortes durch ausgesuchte Hoflieferanten und von den Händlern der umliegenden Orte, vornehmlich aus Grabow

1801

Eigene Gerichtsbarkeit mit den Rechten eines Stadtgerichtes, Ludwigslust schied aus der Gerichtsbarkeit des Domanialamtes Grabow aus

1803

Tod des Baumeisters J.J. Busch 1815 Mecklenburg wird Großherzogtum

1826

Anlegung der ersten Chaussee: Hamburg - Berliner Chaussee

1837

Tod Friedrich Franz I., sein Enkel Paul Friedrich verlegt die Residenz wieder nach Schwerin zurück

1840

Gründung der Taubstummenanstalt am Kirchplatz

1846

Hamburg - Berlin Eisenbahn: Ludwigslust wird Verkehrsknotenpunkt

1848

Eingemeindung von Klenow

1852 - 1860

Umgestaltung des Schloßparkes durch königlichen Gartendirektor Peter Joseph Lenné

1867

Gasanstalt

1876

Verleihung des Stadtrechtes

1898

Wasserwerk

1922

Ludwigslust wird Kreisstadt

1945

Bombenangriff auf Ludwigslust

1945

Nach kurzzeitiger amerikanischer und englischer Besatzung wird Ludwigslust letztlich der russischen Besatzungsmacht zugeordnet

ab 1952

Volkseigene sozialistische Betriebe prägen das Wirtschaftsleben der Stadt

1989 / 1990

Politische Wende in Deutschland - Beginn der Demokratisierung des politischen und gesellschaftlichen Lebens

1990 - 1999

Gründung von kleinen privatwirtschaftlichen Unternehmen; einige mittelständische Unternehmen werden privatisiert und können sich erfolgreich am Markt behaupten

ab 1990

Beginn der Entwicklung von Gewerbe- und Bebauungsgebieten; Sanierung des Stadtkerns, der Altbausubstanz, der Plattenbauten

1992

Kreisgebietsreform - Ludwigslust bleibt Kreisstadt des jetzt wesentlich größeren Landkreises Ludwigslust

Quelle: Informationsbroschüre der Stadt Ludwigslust Ausgabe 2000